Samstag, 30. März 2013

Auch "Die Welt" rechnet falsch

Nachdem jetzt wenigstens niemand mehr vom WDVS als Brandbeschleuniger spricht, was nachgewiesenermaßen eine falsche Behauptung war die vor allem von der Ziegelindustrie gestreut wurde bricht nun der nächste Shitstorm über die Wämedämmung herein. Jetzt sind es die hohen Amortisationszeiträume und überhaupt, Dämmung rechnet sich nie.

Aber wieder wird falsch gerechnet. Capital hat es nicht geschafft und Die Welt hat es auch nicht drauf. Immer wieder die gleichen Fehler. Das WDVS wird ja nicht nach der Amortisationsdauer abgerissen und muss dann erneuert werden. Eine fällige Renovierung besteht in 15 oder auch 25 Jahren doch nur aus einem Anstrich. Ganz abgesehen davon müssen die Sowiesokosten bei der Berechnung der Kosten berücksichtigt werden.

Ungefähr ein Drittel der Kosten für ein WDVS müsste ein Haubesitzer für eine einfache Renovierung mit einem Fassadenanstrich ansetzen. Eine Verbesserung der Wärmedämmung findet dabei allerdings nicht statt. Also kein reduzierter Energiebedarf, kein besseres Wohlfühlklima im Haus.

Aber vielleicht setzen sich die Redakteure der Welt und von Capital ja mal zusammen und versuchen mal zu begreifen, wie man die Kosten eines Gebäudes über dessen Lebensdauer berechnet.

Mittwoch, 27. März 2013

Nochmal die Fassadenfarbe


Gestern habe ich noch drüber noch etwas theoretisch geschrieben und gefragt welche Farbe denn Sie für Ihre Fassade bevorzugen würden. Heute habe ich ein Beispiel für eine eher misslungene Fassadengestaltung gesehen und die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, prinzipiell bin ich der Meinung, das es keine hässlichen Farben gibt, aber man muss natürlich den Kontext beachten in dem die Farbe auftritt. Hier handelt es sich um ein kleines Dorf in Oberbayern, ringsherum stehen kleine Bauernhäuser, alle eher weiß oder sehr hell getönt. Da passt der stark gesättigte Gelbton wie die Faust aufs Auge. Eine etwas dezentere Auswahl hätte der Fassade ohnehin gut getan. In diesem Fall also eher Murks.





Alles Farbe oder was?

Heute stellt das Malerblatt in Facebook die Frage ob es unbedingt die Farbe Grasgrün an der Fassade sein muss. Da hänge ich mich an und Frage Sie: Welche Farbe sollte denn an Ihre Fassade? Schreiben Sie mir in diesem Blog.

Montag, 25. März 2013

Stucco Veneziano oder Tadelakt

Tja liebe Leser, da stoße ich wirklich an meine Grenzen. Beide Techniken sind toll wenn Sie handwerklich perfekt ausgeführt werden. Ich selber beherrsche das nicht und würde mir deshalb nie anmaßen in dieser Sache Tipps abzugeben. Aber es gibt natürlich Betrieb wie Heyse bei Hannover oder Huber in Iffezheim, denen traue ich das zu. Oder was glauben Sie denn warum die in meinen Links auftauchen. 

Samstag, 23. März 2013

WDVS Saisonbeginn - was ist zu beachten

Der Frühling wird kommen, da bin ich überzeugt. Damit beginnt auch wieder die Fassadensaison. Was ist im Frühjahr besonders zu beachten? Vor allem sollte man die Temperaturen im Auge haben. Gerade am frühen Morgen ist es oft noch sehr kalt. Für alle Arbeiten an der Fassade muss es mindestens 5° Celsius haben, und zwar sowohl Luft- und Untergrundtemperatur.

Es kann sehr nützlich sein, ein vorhandenes Gerüst mit Planen abzuhängen. Dies verhindert, das über Nacht der Untergrund mehr als nötig Abkühlt und sich Tauwasser bilden kann. Der Untergrund muss für alle Verarbeitungsschritte nicht nur warm genug sondern auch trocken sein.

Für den Bauherrn gilt: Kaffe kochen. Oder vielleicht ein anderes warmes Getränk anbieten. Tagsüber darf es dann gerne auch Wasser, Limo oder Ähnliches sein. Hier in Bayern wird manchmal auch noch ein Bier getrunken, aber das muss jeder Bauherr selbst entscheiden.

Freitag, 22. März 2013

Algen ein Problem der WDVS-Fassade?

Es wird ja immer mal wieder behauptet die Veralgung einer Fassade sei. Ds ist so natürlich nicht richtig und hier ist der Beweis. Die Fotos zeigen eine veralgte Blechverkleidete Fassade. Gerade in den Fugen zeigt sich der Algenbewuchs. Also liegt es klar auf der Hand, algenfreie Fassaden auf Dauer kann es nicht geben.








Capital mit kapitalem Fehler

So langsam müsste jeder Journalist der Republik ja mal einen WDVS kritischen Artikel geschrieben haben. Oder fehlt da noch jemand? Ja? Wer? Ach Herr Hecking von der Capital hat sich auch noch am Thema abgearbeitet.

Neben den sattsam bekannten, längst wiederlegten Vorurteilen wird jetzt noch ein neues Argument ins Feld geführt. Wie es sich für eine Wirtschaftszeitung gehört muss natürlich über das liebe Geld geredet werden. Die Amortisationsdauer beträgt ca. 20 Jahre behauptet Herr Hecking und findet das nicht gut. Denn nach 22 Jahren muss die Fassade schon wieder renoviert werden. Ist es denn zu fassen. Schon nach 22 Jahren! Wahnsinn!!
aber was nach diesen 22 Jahren dann gemacht werden muss verschweigt Herr Hecking, er ist ja nicht vom Fach, deswegen sei ihm an dieser Stelle verziehen. Aber wir werden es ihm verraten liebe Leser, gell? Es wird folgendes passieren: Ein Gerüst wird aufgestellt, die Fassade gereinigt und dann wieder gestrichen. Und das hält dann die nächsten 22 Jahre, ist aber wesentlich billiger als es die energetische Sanierung. Klingt komisch Herr Hecking? Ist aber so. Man muss sich nämlich die Kosten über die ganze Lebensdauer der Fassade betrachten, und die kann genauso gut 100 Jahre betragen wenn alle Arbeiten fachgerecht ausgeführt wurden. Nur ab und zu braucht es einen neuen Anstrich - wie bei allen anderen Putzfassaden auch.


Donnerstag, 21. März 2013

Interessante Seite zum Mitdiskutieren

Eine interessante Seite zum Thema Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) gibt es hier. Da kann auch nach Herzenslust mitdiskutiert werden.

 

Silikat vs Silicon

Silikatfarbe zusätzlich hydrophobieren oder gleich mit Siliconharzfarbe streichen? Ich habe dem Kunden geraten unsere Siliconharzfassadenfarbe zu verwenden mit einer zusätzlichen Ausstattung gegen Algen (Filmkonservierung).

Dienstag, 19. März 2013

Wer sagt denn nun die Wahrheit?

Behaupten kann das ja jeder, aber wer sagt denn nun wirklich die Wahrheit? Je länger ich die Diskussionen und Pressebeiträge verfolge desto mehr wundere ich mich, was da so alles behauptet wird. Beispiel Brandschutz an Gebäuden.

Quer durch die Medien wird munteres WDVS-Bashing betrieben und auf die Hersteller wird munter eingeprügelt. Behauptungen werden aufgestellt, Personen zitiert und natürlich wird auf die Macht des Bildes gesetzt. Ehemalige Feuerwehrmänner dürfen in Fernsehinterviews auftreten und abgehalfterte Architekten verbreiten technischen Unfug vor laufenden Kameras. Aber was steckt nun wirklich hinter der Brandgefährlichkeit von Wärmedämverbundsystemen?
Machen wir den Versuch und nähern uns der Sache einmal halbwegs wissenschaftlich. Auch wenn ich nie studiert habe dann weiss ich doch eins: Entweder ich kann meine Quellen überprüfen oder ich folge einem Beweis. Die Quellen zum Thema WDVS und Brandschutz sind überprüfbar. Der Brandschutz an Gebäuden ist in den Landesbauordnungen geregelt. Hier steht beispielsweise wann ein Gebäude Normal entflammbar, schwer entflammbar oder sogar nicht brennbar ausgerüstet werden muss. Die LBO's sind frei zugänglich, einfach mal googeln.

Die jeweiligen bauaufsichtlichen Zulassungen der Dämmsysteme werden von allen seriösen Herstellern zum Download angeboten oder sind zumindest auf Nachfrage erhältlich. In den Zulassungen steht, welche der vorgenannten Eigenschaften das WDVS besitzt. Natürlich kann man alle weiteren Regelwerke nachlesen und so überprüfen ob Wärmedämmverbundsystem eher gefährlich oder eher nützlich sind. Und wenn Sie das wissen teilen Sie mir das bitte mit, am besten hier in diesem Blog.

Samstag, 16. März 2013

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

So sieht's aus:

#4 Algenbewuchs auf Fassaden

Hier möchte ich meine kleine Reihe über den Algenbewuchs an Fassaden wieder aufnehmen und gleichzeitig abschließen. Wenn ich gefragt werde, welches Farbsystem am besten geeignet ist einen erneuten Algenbewuchs  so lange wie möglich zu verzögern gibt es für mich nur eine Antwort: Siliconharzfarben.
 
Siliconharzfarben haben die geringste Wasseraufnahme aller am Markt befindlicher Systeme bei einer gleichzeitig sehr guten Wasserdampfdiffusion. Allerdings gibt es wie immer auch hier ein paar Dinge die beachtet werden müssen.
Zunächst einmal sollte man die Produkte eines Markenherstellers benützen. Siliconharzfarben sind nicht genormt, deswegen kann man nur bei renommierten Herstellern sicher sein, das man wirkliche Qualität bekommt.
Es vesteht sich von selbst, das die verarbeitungsrichtlinien des Herstellers eingehalten werden müssen. Vor allem aber ist gerade beim Schlußanstrich darauf zu achten das möglichst wenig, am besten gar nicht, verdünnt wird. Hier entscheidet sich die Haltbarkeit des Anstriches. Schauen Sie den Malern auf die Finger! Stellen Sie sicher, das Ihre Farbe korrekt an die Wand kommt!
 
Und alles wird gut.
 

Lobbyismus der Ziegelindustrie gegen WDVS

Anscheinend recherchieren ein paar Journalisten doch noch. Wer sich bisher über den Shitstorm wundert der in den letzten beiden Jahren über die WDVS hereingebrochen ist bekommt im verlinkten Artikel eine kleine Ahnung wie so etwas funktionieren kann.

Konrad Fischer in der rechtsradikalen Nationalzeitung

Hier mal der Link zu der Presseerklärung des Industrieverband Hartschaum e.V. Komisch das ausgerechnet diesem Herrn immer wieder eine öffentliche Plattform gegeben wird. Zuletzt ja auch im Bayerischen Fernsehen (BR). Ich habe mich darauf hin an den Bayerischen Rundfunk gewandt um eine Stellungnahme zu erhalten.

Hier meine Mail an den BR:

Sehr geehrte Damen und Herren,
schon aus fachlicher Sicht ist der von Ihnen gesendete Beitrag äußerst ungenau und wird dem Ernst des Thema nicht gerecht. Hier wurde ein bekannter WDVS-Hasser befragt und die entsprechenden Antworten ließen natürlich nicht auf sich warten. Mit etwas gewissenhafter Recherche hätten Sie überdies festgestellt das der von Ihnen angesprochene "Fachmann" zudem im rechtsradikalen Milieu verankert ist und außerdem nicht davor zurück schreckt, unangenehme Erwiederungen auf seine fachlichen Ergüsse mit üblen Beschuldigungen zu erwiedern. So wurden schon die Dämmstoffhersteller als Nachfolger der IG Farben bezeichnet, ich persönlich wurde dabei auch beleidigt.

Ich fordere Sie auf, diesem Herrn keine Plattform mehr zu geben und stattdessen zu einer neutralen Berichterstattung zurück zu kehren. Die Äußerungen des Konrad Fischer sind fachlich falsch und stellen ein erfolgreiches System der Energieeinsparung in ein schlechtes Licht. Einem verantwortungsvollen Journalismus hätte es sicher gut zu Gesicht gestanden auch eine zweite Meinung einzuholen.

Wolfgang Köster


Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Hier die Stellungnahme des Bayerischen Rundfunk:

Sehr geehrter Herr Köster,
vielen Dank für Ihre Reaktion auf unsere Sendung. Das Format unserer Sendung ist unterhaltend ausgelegt, kann Themen nur "anreißen", den Zuschauern eine Basisinformation geben und insofern nicht wissenschaftlich detailliert wie in einer Wissenschaftssendung ein Thema aufarbeiten. Gleichwohl sind uns diese inhaltlichen Details aber bekannt. Was Herrn Fischer angeht, ist uns seine kritische Haltung ebenfalls bekannt. Wir haben ihn deshalb auch bewusst als jemanden vorgestellt, der "gar nichts von Dämmung hält" um seine Aussagen den Aussagen der Politiker gegenüber zu stellen und haben dann die Frage gestellt, wer hat denn nun Recht? Wir haben also seine Aussagen bewusst als Kritikermeinung kenntlich gemacht und sogar teilweise in Frage gestellt.

Ihre Meinung, Herr Fischer sei dem rechtsradikalen Milieu zuzuordnen, sehe ich, wenn man Herrn Fischer persönlich kennt, für haltlos an. Bewusst haben wir auch nicht auf seine Internetseite verlinkt, die sehr satirisch gehalten ist und von manchen Lesern nicht verstanden, bzw falsch interpretiert werden kann und von der wahrscheinlich auch Ihre Einschätzung geprägt wurde. Falls Sie sich, wie in Ihrer Mail beschrieben, persönlich von Herrn Fischer beleidigt fühlen, bitte ich Sie dies mit ihm direkt zu klären und nicht über uns.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Weber

PS: ich empfehle Ihnen als Lektüre das aktuelle gerade erschienene Wirtschaftsblatt Capital, dass unter der Schlagzeile "Die Dämmfalle" Dämmen zum Titelthema gemacht hat.

Bilden Sie sich Ihre Meinung