Freitag, 19. April 2013

Viel Feind viel Ehr' ....

. ...sagt man. Da wären zur Zeit die Springer Presse, Spiegel Online, die Ziegelindustrie sowie Kingspan. Alle wettern gegen Wärmedämmverbundsysteme mit EPS (Polystyrol Hartschaum). "Cui bono" ist also beantwortet, dreht sich die Frage nur noch nach dem "warum".

Wie ich in diesem Blog schon geschrieben habe kann man die Presse getrost vergessen. Die sind zu dämlich um neue Inhalte zu finden und übernehmen anscheinend Inhalte die sie ungeprüft veröffentlichen. Man erinnere sich nur an die erbärmliche Interpretation der von der KfW in Auftrag gegebenen Studie zur volkswirtschaftlichen Effizienz von Wärmedämmverbundsystemen.  Bleibt die Ziegelindustrie die in WDVS den natürlichen Feind sehen und durch Lobbyarbeit in Berlin versuchen, hier ein falsches Bild dieser Sinnvollen Systeme aufzubauen. Daneben haben die natürlich noch ihren ehrenamtlichen (oder doch bezahlten, weil sehr geschäftstüchtigen) Edelhelfer Konrad Fischer. Die selbsternannte Speerspitze des "richtigen" Bauens, was immer das sein soll.

Einen Sonderfall nimmt der Dämmstoffhersteller Kingspan ein der gegen die konventionelle Dämmung argumentiert weil er seine angebliche Wunderplatte aus Phenolharz auf den Markt drücken muss.

"Phenol führt bei Inhalation zu Schleimhautreizungen und verursacht bei Hautkontakt Verätzungen. Bei chronischen Vergiftungen treten Leber- und Nierenschäden sowie Blutveränderungen auf. Phenol steht im Verdacht auf erbgutschädigende und krebserzeugende Wirkung.
Zur relativen Toxizität ist der sogenannte
NIK-Wert (Niedrigste Interessierende Konzentration) von Phenol von Bedeutung. Dieser ist mit 78 μg/m³ sehr niedrig. Je niedriger der NIK-Wert, umso höher die Toxizität eines Stoffes."
Quelle: wissenwiki.de


Außerdem wird bei der Bearbeitung 2-Chlorpropan freigesetzt:

"Wirkungscharakter:

Lokale Reizwirkung auf Haut, Augen und Schleimhäute. Gesundheitsschädlich beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut. Nieren- und Herzstörungen möglich. Starkes Inhalationsnarkotikum.

Brandgase wirken reizend bzw. ätzend.

Symptome:

2-Chlorpropan besitzt eine ausgeprägte narkotische Wirkung mit Übelkeit und Herz-Arrhythmien. Auch Gewebsschädigungen in Leber und Nieren wurden beobachtet. Das Einatmen der Dämpfe kann Reizung der Atemwege auslösen. Benetzung der Haut führt zu lokalen Reizwirkungen und infolge Entfettung zu Hautentzündungen. Als Symptome können Kopfschmerzen, Brechreiz, Schwindel, Bewußtlosigkeit auftreten.
Bei Inhalation von Brandgasen entsteht zunächst starker Reizhusten durch die entstehenden Chlorwasserstoff-Nebel. In diesem Fall muß mit der Ausbildung von Atemwegsreizungen, bein intensiverer Einwirkung mit der Entstehung eines Lungenödems gerechnet werden."
Quelle toxcenter.org

Na bravo, da sehnt man sich doch direkt in die unbeheizte Höhle zurück.

Oder man dämmt mit den gängigen Alternativen.